Unsere Ameisenarena
Die KiTa Sternschnuppe hat neue Mitbewohner. Und nach der Eingewöhnung gibt es nun viel Neues zu berichten. Wir dürfen vorstellen.....unsere Ameisenarena.
Bereits am 05.07. hat unser Hausmeister Ali in unserem Bistro das Formikarium für unsere Ameisenarena angebracht.
Was ist ein Formikarium überhaupt?
Hierbei handelt es sich um eine Konstruktion aus verschieden großen Glaskästen, welche durch Plexiglasröhren miteinander verbunden sind, sie ähneln in einem Terrarium.
Bereits hier entstanden bei den Kindern unzählige Fragen:
„Was kommt da rein?“, „Was soll das sein?“ und „Wann kommen die?“.
Ja, wer waren eigentlich „DIE?“. Die Antwort war ganz einfach: „Ameisen“. Aber viel genauer gesagt handelt es sich um Blattschneideameisen mit dem Namen „Atta sexdens“.
Diese kleinen possierlichen Tierchen sollten also demnächst Einzug in unserem Formikarium halten. Doch zunächst galt es, das neue zu Hause der Ameisen schön einzurichten. Die Kinder zogen los und sammelten alles Erdenkliche, was das Neue zuhause der Ameisen schön werden ließ. Steine, Baumrinden, Strauchabschnitte vom Brombeerbusch, ein altes Seil und Stöcker sollten es also werden.
In die Glaskästen wurde zunächst Regenwaldboden gegeben, dieser sollte als Grundlage für die Ameisen dienen. Anschließend wurden die Baumrinden und Strauchabschnitte in die Kästen gestellt – eine Baumrinde sollte hierbei als Rutsche dienen, so wollten es die Kinder. Ein Seil wurde durch die Röhre gezogen, welche zwei der Formikarien miteinander verbindet und in eine weitere Röhre wurde ein Stock zum Klettern hineingegeben.
Laut Anleitung musste das Ganze nun gut befeuchtet werden, damit im Formikarium eine Luftfeuchtigkeit von 90% und eine Temperatur von 22-25 Grad entsteht. Dieses Ziel war schnell erreicht, nachdem die Kinder es mit der Sprühflasche eingesprüht hatten. Außerdem wurde eine kleine mitgelieferte Tränke platziert, da die Ameisen hin und wieder auch etwas Wasser benötigen.
Nun mussten wir uns etwas in Geduld üben…
Genau eine Woche später kamen dann auch endlich die Ameisen an. Die Kinder waren bereits ganz aufgeregt und wollten am liebsten sofort damit beginnen, die Ameisen in ihr neues zuhause einziehen zu lassen.
Doch zunächst wurde noch etwas Futter in die Glaskästen gegeben. Als „Leckerlis“ dienen hierbei z.B. getrocknete Rosenblütenblätter, Malvenblüten und Himbeerblätter. Dann wurde an die Ränder der Glaskästen ein Öl geschmiert, welches als Ausbruchsschutz der Ameisen dient.
Jetzt hatte das lange warten endlich ein Ende. Endlich kamen sie, die Ameisen. Vorsichtig wurde der Pilz, der von den Kindern als Nest der Ameisen bezeichnet wird, ins Formikarium gesetzt.
Alle waren zunächst ganz erstaunt, zum Teil sogar erschrocken.
Denn alle waren so erstaunt über den Anblick der Ameisenkönigin, welche viel größer war, als wir es erwartet hätten. Neben den vielen kleinen fleißigen Arbeiter*innen, saß nun eine sehr große, schwarze Ameise in der Mitte des Pilzes. Dieser Bereich musste, um ihn zu schützen, mit einem transparenten Behälter abgedeckt werden, denn hier wird der Pilz nun wachsen.
„Der große schwarze Klops da, ist die Königin!“ – erklärte Nils ganz aufgeregt allen Kindern und Erzieher*innen, die nicht beim Einzug der Ameisen anwesend waren. Schnell sprach es sich rum und jeder wollte einen Blick auf die Ameisen erhaschen.
Nils erklärte allen Anwesenden noch einmal was zuvor geschehen war und auf was wir alles beim Aufbau achten mussten.
Alle waren wirklich sehr aufgeregt und viele blieben neben den Ameisen stehen, um sie zu beobachten. Schnell konnte man sehen, wie emsig die Ameisen durch den ersten Glaskasten wanderten und erste Blätter zerschnitten sowie Eier zum Ameisenbau trugen…
Wir werden Euch auf dem Laufenden halten, denn wir richten ab sofort ein Ameisen- Tagebuch zur Dokumentation ein.